Rennen

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Ortsschimeisterschaft

Datum

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21. Februar 2009

Ort

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Eberschwang

Disziplin

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Riesentorlauf

Wetter

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Schneefall, 0 Grad                                                                

Online

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22. Februar 2009

 

 

Die Taufkirchner Ortsschimeisterschaft zählt zu einem der Höhepunkte in der Schirennsaison. Geht es doch

dabei auch um ein gewisses Kräftemessen innerhalb des Schiklubs. Deshalb nahm ich mir für dieses Rennen sehr viel vor und investierte (eh schon überfällig) in neue Rennlatten samt neuen Schuhen. Also sollte es zumindest vom Material her schon mal gut laufen. Sollte, denn es kam dann doch ein wenig anders…

 

Bereits auf der Fahrt ins nahe Eberschwang begleitete meine Frau Regina und mich dichter Schneefall. Am Fuße des Hausruckhügels angekommen, gesellte sich auch noch Nebel dazu. Vor dem Rennstart war aber noch die Startnummernausgabe für das von unserem Verein organisierte Rennen, die Regina und ich machten, zu erledigen.

 

Vor dem Rennen zur Ortsschimeisterschaft, quasi zum Aufwärmen, stand auch noch ein Start beim Rennen eines anderen Schiklubs am Programm. Da dieses Rennen eine Stunde vor unserem Rennen ausgetragen wurde, war dies natürlich eine gute Gelegenheit die Strecke, Material und die Tagesverfassung zu testen.

 

Also raus in den Schneefall, zum Lift und hinauf zum Start. Die Streckenbesichtigung war schnell erledigt. Im Startbereich wurden dann noch die üblichen Vorbereitungsarbeiten am Material durchgeführt. Am frühen Morgen dieses Renntages hatte ich die Rennlatten noch frisch gewachst. Damit sollte für ein gutes Rennen materialtechnisch alles gerichtet sein.

                             

Mit Startnummer 50 war ich dann am Start. Der sehr flache Hang verlangte nicht allzu viel an Schikunst, durfte aber auch keinesfalls unterschätzt werden. Gleich vom ersten Tor weg kam ich gut ins Fahren. Die Schier liefen perfekt. Tor um Tor carvte ich den Hang hinunter. An einem kleinen Übergang vor dem Ziel kam ich kurz aus der weichen Spur. Nach 43,64 Sekunden überquerte ich die Ziellinie. Als zweiter der Gästeklasse und vierter der Gesamtwertung hatte ich dieses „Vorbereitungsrennen“ sehr erfolgreich beendet.

 

Nach einem kurzen Mittagessen stand dann das eigentliche Rennen für mich an diesem Tag an. Mit dem sehr guten Gefühl vom Rennen zuvor fuhr ich zum Start. Auf die Besichtigung des Rennkurses verzichtete ich, da das Gelände keinen wesentlichen Unterschied zum ersten Lauf zulies. So verbrachte ich die Zeit bis zum Start mit der neuerlichen Vorbereitung der Schi und Gedanken auf das Rennen.

 

Dann war es soweit. Sehr locker ging ich an den Start. Mit einem kräftigen Stockschub begann ich das Rennen, für das ich mir sooo viel vorgenommen hatte. Das erste Tor nahm ich sehr eng um eine gute Linie für die folgenden Tore zu finden. Die neuen Schi liefen wieder perfekt und vor allem sehr schnell. Alle Tore gingen voll in der Hocke.

 

Mit sehr gutem Zug am Schi setzte ich so gegen Mitte des Rennkurses zu einem Linksschwung an. Um das Tor ganz eng zu erwischen drückte ich ein wenig auf den Aussenschi. Da passierte es – blitzschnell griff der rechte Schi, verkantete sich im weichen Schnee neben der Ideallinie und zog mir die Beine auseinander.

 

Wie in Zeitlupe landete ich zuerst auf dem Gesicht, der Brust und dem Bauch. In Wirklichkeit passierte dies natürlich in Sekundenbruchteilen. Für ganz kurze Zeit blieb mir sogar die Luft weg. Mit Schmerzen im Nacken, Brust, Bauch und der Narbe der Leistenoperation lag ich nun da. Den Schmerz überlagerte sehr schnell eine riesige Wut und Enttäuschung über den Ausfall. Also raffte ich mich wieder auf, checkte kurz die Knie und fuhr sehr zerknirscht ins Ziel um die Startnummer abzugeben. Der Ärger wurde nach Ende des Rennens noch größer. Denn ich war der einzige Ausfall auf diesem „Übungshang“ – Shit!!!

 

Ich versuchte die Enttäuschung schnell wegzustecken. Wie heftig der Sturz dann doch gewesen ist, zeigte sich am Tag nach dem Rennen. Die Schmerzen in Brust, Bauch und Leiste waren fast weg, dafür war der Nacken sehr versteift. Vermutlich eine starke Prellung der Muskulatur. Aber wie immer hätte es auch noch schlimmer kommen können…

 

Fazit:  Trotz Ausfall im „Hauptrennen“, im „Vorbreitungsrennen“ einen Pokal geholt

         Die sehr durchwachsene Saison setzt sich fort

         Glück und Leid liegen sehr eng beieinander

         Meine Vorhaben für dieses Rennen verschiebe ich nun auf 2010…