Rennen
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Rennrad-Bezirksmeisterschaft
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Datum
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11.
Oktober 2008
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Ort
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Wels
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Strecke
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28
km
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Wetter |
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Hochnebel, 12 Grad
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Online |
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12. Oktober 2008 |
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Mein Comeback nach genau 5
Wochen Rennabstinenz hatte es gleich in sich. Bei neblig-kalten 12 Grad macht
es bedingt Spaß ein schnelles Rennrad-Rennen zu fahren. Doch weil ich es
wieder einmal wissen wollte, fuhr ich dennoch nach Wels-Oberlaab
um genau das auszutesten. Da ich erst relativ spät von
zuhause wegfuhr, hatte ich für die Rennvorbereitungen grade mal 20 Minuten
Zeit. Die Startnummernausgabe war rasch erledigt, noch ein
kurzer Smalltalk mit den Kollegen und nach kurzem Einfahren stand ich
auch schon in der Startaufstellung. Um 13.40 Uhr ging es los. 53
Kämpfer sollten sich nun 8 Runden lang alles geben. Gleich vom Start weg
hatte ich das erste Problem – ich kam mit dem rechten Schuh nicht ins Pedal.
Bis es dann nach einigen Metern doch geklickt hatte, waren
die erste kleinere Gruppe bereits enteilt. Das Tempo welches in den ersten
Metern gemacht wurde stellte mich gleich vor die Frage – hält meine genähte
Leiste das aus?? Aber zum Grübeln über diese
Frage blieb nicht viel Zeit. Zu sehr hatte mich der Renngeist wieder gepackt. Nachdem das Spitzenfeld im
ICE-Tempo enteilt war, bildete sich vor und hinter mir eine kleine Gruppe mit fünf Fahrern. Da anscheinend
keiner aus dieser Gruppe wesentlich schneller oder langsamer fahren konnte
als ich war mir bereits zu Mitte der ersten Rennrunde klar, dass ich
unbedingt mit den Kollegen mitfahren muss. Manchmal testete ich mit
kleineren Attacken die Leistung der anderen. Diese konterten immer sofort. So
fuhren wir im Windschatten abwechselnd Runde für Runde. Wobei ich und ein
zweiter Fahrer in den ersten drei, vier Runden die Hauptarbeit leisteten. Mir
machte es nichts aus, da meine Kraft ausreichend war. In der vorletzten Runde wäre
das Rennen beinahe zu Ende gewesen. Ein unvorsichtiger Polizist, der die
Straßenkreuzung regeln sollte, übersah anscheinend eine Autofahrerin. Als
unsere Gruppe, mit mir als Anführer, mit Tempo 40 auf die Kreuzung zufuhren
stand das Auto mitten im Weg. Eine Notbremsung und viel Geschick, auch von
den anderen aus der Gruppe, verhinderte einen Crash. In der letzen Runde fühlte ich
mich immer noch relativ frisch und sehr angriffslustig. Für den Zieleinlauf
hatte ich mir eine Taktik
zurechtgelegt. Bevor wir in die letzte Kurve, etwa 800 Meter vor dem Ziel
einbogen, riss ein Fahrer aus den hinteren Reihen aus. Wir nahmen sofort die
Verfolgung auf. Als einer aus der Gruppe sagte, dass noch eine Runde zu
fahren war, schaltete anscheinend mein Gehirn aus. Ich ließ mich von dieser
(falschen) Aussage leiten und nahm wie alle anderen auch das Tempo zurück.
Erst als ich zum Zielbogen sah und bemerkte, dass die Fahrer vor uns
ausrollten war mir klar – es wäre die letzte Runde gewesen. So rollte ich eher kampflos ins
Ziel und ärgerte mich sehr, dass ich dem Ausreißer nicht nachfuhr. Da leistet
man 8 Runden, knapp 47 Minuten lang harte Arbeit und lässt sich durch
Falschaussagen leiten. Aber am Ende war es egal, denn es ging ja schließlich
um keinen Spitzenplatz. Doch mein Ego war ein wenig angekratzt… Mit einer Zeit von 46,47
Minuten erreichte ich den 37. Gesamtrang von 47 Finishern.
Körperlich fühlte ich mich nach dem Rennen gut. Die Naht an der Leiste war
zwar geschwollen, schmerzte aber nicht. Wegen der kalten Luft brannte die
Lunge noch eine längere Zeit etwas. Für Herbstrennen ist das aber „normal“. Fazit: Comeback geschafft 166 Durchschnitt-Puls 34,8 Km/h
Durchschnitt-Geschwindigkeit Somit ist die Rennsaison 2008 beendet |