Rennen
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24 Stunden-Radmarathon
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Datum
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10.
/ 11. Juli 2010
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Ort
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Grieskirchen
/ Oö.
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Strecke
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193
km / 1.460 hm
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Wetter |
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Sonnig, bis 34 Grad
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Online |
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13. Juli 2010 |
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Nach
einem Jahr Pause nahm ich heuer das 24 Stunden Rennen wieder in Angriff.
Erstmals in einem bunt gemischtem Big-Team der Firma ETA-Heiztechnik,
bestehend aus 11 Fahrern. Da die Leistungsunterschiede im
Team relativ groß waren, wurde die Renndevise „Just for
Fun“ ausgerufen. Doch es sollte ein wenig anders
kommen als geplant. Samstag, 10. Juli 2010 - Runde
1 / 12.00 Uhr: Nach kurzem Einfahren erwischte ich einen Startplatz in
der ersten Reihe. Einige Fahrer drängten sich noch links und rechts herein,
aber ich konnten diesen „Logenplatz“ hinter dem Startauto erfolgreich
verteidigen. Um 12 Uhr war es dann soweit – Start frei für meine ersten
zwei Runden im Rennen. Neutralisiert ging es in gemächlichem Tempo durch die Stadt. Erst kurz vor den
ersten Anstieg begann dann das Rennen. Zu meiner großen Überraschung wurde am Anstieg nicht
attackiert, sondern weiter ein eher gemütliches Tempo an der Spitze angeschlagen. Ich bewegte mich immer
so um Rang 4 bis 5 und wollte das Tempo auch nicht erhöhen. So sparte ich im
Windschatten fahrend wertvolle Kraft. Bei der ersten Abfahrt wurde das Tempo
dann schlagartig erhöht. Ich konnte mich gut in der Spitzengruppe halten und
arbeitete an der Spitze fleißig mit. Am zweiten Anstieg musste ich ein wenig
abreißen lassen, doch in der Abfahrt nach
Bad Schallerbach konnte ich wieder aufschließen. Bis zur ersten
Zieldurchfahrt konnte ich mich, zu meiner Freude und zur Freude des Teams, an
der Spitze halten. Mit einer Zeit von 32,26 Minuten beendete ich die erste
Runde. Samstag, 10. Juli 2010 - Runde
2 / 12.32 Uhr: Der Großteil der
Spitzengruppe blieb auch zu Beginn der zweiten Runde beisammen. Am ersten
Anstieg wurde wieder gebummelt und das Tempo herausgenommen. Also setzte ich
mich an die Spitze und fuhr diesen Anstieg, mit einigem Vorsprung auf das
Feld, in meinem gewohnten Tempo alleine. Als es wieder flacher wurde ließ ich
das Feld wieder herankommen um vom Windschatten zu profitieren. Bis zum
nächsten Anstieg war wieder alles so wie in Runde
eins – an der Spitze mitarbeiten und die Position zu halten. Auch am zweiten Anstieg
konnte ich im Feld bleiben und somit auch die folgende Abfahrt sowie das
Flachstück vor dem dritten Anstieg in der Gruppe fahren. Am beginn des
dritten Anstieges wurde das Tempo wieder gedrosselt. Ich scherte nach links
aus und fuhr in meinem gewohnten Bergtempo am Feld vorbei. Zur großen
Verwunderung folgte mir niemand. Diese Chance galt es nun zu nutzen. Ich
drückte ordentlich in die Pedale um mir vor der Abfahrt einen komfortablen
Vorsprung herausfahren zu können. Dieser Plan ging voll auf, denn erst ein
gutes Stück nach der Abfahrt wurde ich von drei Verfolgern eingeholt. Kurz
vor der Stadteinfahrt hatte sich dann wieder eine kleine Spitzengruppe
gebildet. Diese führte ich bis etwa 300 Meter vor der Ziellinie an. Plötzlich
fuhr mir ein heftiger Krampf in die rechte Wade. Trotzdem hielt ich drauf und
versuchte vorne zu bleiben. Da ich aber in die Wechselzone musste wollte ich
nicht an der Spitze mit zu hoher Geschwindigkeit übergeben. Also nahm ich das
Tempo heraus und beendete die zweite Runde in 33,45 Minuten. Somit war mein
erster Einsatz für das Team geschafft. Dank guter Beine und einer sehr toll
arbeitenden Spitzengruppe konnte ich die vom Team „geplanten“ Rundenzeiten
pulverisieren. Einzig die Wade war davon nicht begeistert. Das „drauffahren“ auf den Krampf hatte eine Muskelverhärtung
zur Folge.
Samstag, 10. Juli 2010 - Runde
3 / 15.36 Uhr: Eigentlich waren meine Einsätze auf zwei Runden pro Turn ausgelegt
und ich erst wieder am Abend an der Reihe. Da unser Teamchef seine Runde ich fahren konnte, sprang ich spontan für ihn ein. Doch
leider erwischte ich keine Gruppe. So spulte ich diese Runde zum Großteil
alleine fahrend ab. Da immer wieder langsamere Fahrer vom 6 Stunden Rennen
und die Einzelfahrer der 24 Stunden zu überholen waren wurde es wenigstens
nie langweilig J. Die große Hitze machte mir zum
Glück keine Probleme. In den flachen Passagen kühlte sowieso der Fahrtwind,
nur an den Anstiegen kam man so richtig ins schwitzen. Mit 36,12 Minuten
legte ich diesmal eine eher durchschnittliche Runde hin. Nun war entspannen
und auskurieren der Muskelverhärtung bis zum „Nachteinsatz“ angesagt. Samstag, 10. Juli 2010 - Runde
4 / 21.03 Uhr: Gut entspannt und relaxt, aber mit immer noch schmerzender
Wade, begann ich den „Nachtturn“. Die Pause nutzte
ich auch zum Duschen und zur Beleuchtungsmontage. Die Temperaturen waren in
der vorabendlichen Dämmerung auf erträgliche Werte gefallen. Ich freute mich
auf die zwei bevorstehenden Runden und wollte wieder alles geben. Schließlich
lag unser Team zwischenzeitlich sogar auf Platz1 in der Businesswertung! Die Übergabe in der Wechselzone klappte perfekt. Leider
war in dieser Runde wieder keine Gruppe mit der ich mitradeln könnte in
Sicht. Weit und breit war kein Radler zu sehen. Fast konnte man denken nicht
in einem Rennen sondern auf einer normalen Abendausfahrt zu sein. Somit
steckte ich das persönliche Ziel auf eine Rundenzeit um die 35 Minuten. Am
Ende dieser Runde waren es dann exakt 36,12 Minuten.
Samstag, 10. Juli 2010 - Runde
5 / 21.39 Uhr: Auch in dieser Runde tat sich nicht sehr viel. Wieder
spulte ich den Großteil einsam und alleine fahrend ab. Die einzigen ständigen
Begleiter waren lästige Insekten die in Kopfhöhe über den Boden schwirrten.
Einzelne davon wurden von mir unbeabsichtigt verschluckt – Mahlzeit! Die
Anstiege versuchte ich diesmal am mittleren vorderen Kettenblatt zu fahren.
Vorher wurde alles, mit Ausnahme des knackigen Anstieges vor der Abfahrt nach
Schönau, auf der „großen Scheibe“ durchgefahren. Dieser Umstand und die
Tatsache wieder keinen Gegner weit und breit zu sehen und fighten zu können
sowie die weiterhin spürbar schmerzende Wade ergaben die schlechteste
Rundenzeit an diesem ersten Renntag – 39,01 Minuten. Eine sehr entspannende Massage der lädierten Wade brachte Linderung und ließ mich
anschließend auch gut schlafen.
Sonntag, 11. Juli 2010 - Runde
6 / 07.13 Uhr: Um 6 Uhr war Tagwache. Nach einem kurzen Frühstück machte
ich mich gleich auf den Weg nach Grieskirchen. Mein erster Einsatz an diesem
Tag war um 7.30 Uhr geplant. Doch die Teamkollegen legten in der Nacht so
tolle Rundenzeiten hin, dass der Zeitplan um 15 Minuten vorrückte. Unser Team
lag an diesem Morgen auf Rang 3! Diesen galt es nun abzusichern. Aus der
Devise „Just for Fun“ vor
dem Rennen wurde nun die Devise „Push, push, push“! Mit einer etwas holprigen
Übergabe startete ich in die erste der beiden Runden. Gleich nach dem ersten
Anstieg hatte ich eine Gruppe im Visier. Mit viel Kraftaufwand strampelte ich
mich ans Ende dieser Gruppe. Wie sich im Rennverlauf zeigen sollte, gaben die
Jungs so richtig Gas. Wie immer beteiligte ich mich
fleißig an der Tempoarbeit. Mit einer Zeit von 36,29 Minuten überquerten wir
wieder die Ziellinie in Grieskirchen.
Sonntag, 11. Juli 2010 - Runde
7 / 07.49 Uhr: Glücklicherweise fuhr der Großteil dieser Gruppe an der
Wechselzone vorbei. Somit war schon mal der Grundstein für eine weitere
schnelle Runde gelegt. Im „Rad“ wurde vorbildlich an der Spitze abgewechselt.
Wenn ich an der Reihe war versuche ich das Tempo hoch zu halten. Da an diesem
Tag relativ heftiger Gegenwind herrschte, war dies gar nicht so einfach. Am
letzten Anstieg zerfiel leider die Gruppe. Ein einziger Mitstreiter blieb
übrig. Gemeinsam versuchten wir wieder abwechselnd eine gute Rundenzeit
hinzulegen. Mit großem Erfolg – Rundenzeit: 34,47 Minuten! Die Freude bei mir
und im Team war groß, denn somit war der dritte Platz vorerst abgesichert.
Taktisch klug, gingen nun die schnelleren Teamfahrer ins Rennen. Ich meldete
mich freiwillig nochmals zwei Runden draufzulegen. Sonntag, 11. Juli 2010 - Runde
7 / 09.42 Uhr: Nach knapp 1,5 Stunden Pause startete ich in den letzten
Turn. Die Vormittagssonne brannte bereits wieder unbarmherzig herunter. Das Warten
in der Wechselzone wurde somit fast zum Kriterium. Der Wechsel klappte
perfekt. Ich sprintete los und hoffte wieder auf ein gute
Gruppe zu stoßen. Doch leider vergebens. Wieder nahezu alleine fahrend
kämpfte ich gegen den Wind. An den flachen Passagen verlor ich durch den starken Gegenwind gut 3 bis 4 Km/h. Dementsprechend war
ich mit der Rundenzeit von 38,52 Minuten noch gut bedient.
Sonntag, 11. Juli 2010 - Runde
7 / 10.21 Uhr: Die letzte Runde war angebrochen. Ein letztes Mal versuchte
ich mein Bestes zu geben. Doch wie in der Runde zuvor war kein schneller
Radler oder eine Gruppe zu sehen. Der Gegenwind zehrte immer mehr an meinen
Kräften. Die Anstiege schmerzten bereits ein kleinwenig. Auf der
„Gegengeraden“ von Schallerbach nach Grieskirchen nutze der nun anschiebende
Wind auch nicht mehr viel. Mit der schlechtesten Rundenzeit in meinen
Einsätzen, 40,30 Minuten, beendete ich dieses 24 Stunden Rennen. Insgesamt spulte ich an beiden Tagen in 9 Runden 193
Kilometer in 5,25 Stunden herunter. Durch vollen Einsatz und super Zeiten
aller Teamfahrer erreichte das ETA-Heiztechnik Team den 3. Rang! Mit einer gemeinsamen Zieldurchfahrt verabschiedeten wir
uns auch von den begeisterten Zuschauern.
Die Devise „Just for Fun“ wurde vorsorglich für nächstes Jahr gestrichen.
Neues Motto: „Ready to win“
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