Rennen
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Ride of
Life / 24h-Radmarathon
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Datum
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1.
– 2. Juli 2006
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Ort
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Grieskirchen
/ Oö.
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Strecke
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228
km / 1.860 hm
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Wetter |
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Sonnig, 24 Grad |
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Online |
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3. Juli 2006 |
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Nach dem guten
Abschneiden im letzten Jahr, wurde heuer im Frühjahr das neuerliche Antreten
unseres 4er-Teams beim 24 Stunden Radmarathon in Grieskirchen fixiert.
Gemeinsam mit meinen Radfreunden Dobetsberger
Franz, Pointinger Manfred und Wimmer Walter galt es
wieder, den 21,5 km langen Rundkurs um Grieskirchen in möglichst vielen
Runden zu bezwingen. Jeder von uns hatte sich, mehr oder weniger individuell,
auf diese Herausforderung vorbereitet. Das Wetter war gut, die Temperaturen
zum Radeln sehr angenehm und so stand einem langen Rennen nichts mehr im
Wege. Unsere Renntaktik war wieder auf je 2 Runden pro Fahrer,
mit einer geschätzten Rundenzeit von 40 Minuten, ausgerichtet. Ziel war es,
den guten 7. Rang vom Vorjahr zu erreichen oder gar zu verbessern. Doch
diesem Vorhaben stand ein viel größeres Starterfeld mit mehreren guten
Mannschaften gegenüber. Insgesamt waren über 500 Starter gemeldet, die allesamt
dem sehr gut organisierten Event eine tolle Atmosphäre verliehen. TURN 1 – Runde 1 + 2: Aufgrund des großen Starterfeldes stellte ich mich zeitig
in die erste Reihe um nicht gleich am Start von der Masse niedergefahren zu
werden und eine gute Ausgangsposition für eine schnelle erste Rennrunde zu
haben. Um 13 Uhr fiel der Startschuss. Dicht hinter dem Startauto fahrend
radelte ich an der Spitze neutralisiert bis zum Stadtrand. Dort wurde das
Rennen dann richtig gestartet. Meine Taktik, gleich voll wegzuziehen hatten
auch einige andere. Zum Unterschied von mir waren diese aber wesentlich
schneller als ich und brausten mit hohem Tempo an mir vorbei. Am ersten Anstieg
bildete sich eine grössere Gruppe. Die Spitze war
bereits enteilt und uneinholbar. Also hängte ich mich an die Verfolgergruppe
an. Abwechselnd wurde mit Windschattenfahren das
Tempo gepusht. Ich kam problemlos mit und beendete die erste Runde nach 33 Minuten
und einem Schnitt von 38 km/h. In der zweiten Runde änderte sich an der
Gruppe nicht viel. Die drei Anstiege konnten locker bewältigt werden. Das
Tempo war auch in dieser Runde sehr hoch. Nach 34 Minuten erreichte ich die
Wechselzone und übergab an Walter. Somit war mein erster Turn beendet, in dem
ich insgesamt 13 Minuten Vorsprung auf die Sollzeit herausfahren konnte. TURN 2 – Runde 3 + 4: In der Übergabezone wartete ich auf Fred. Er hatte in
seiner letzten Runde eine schnelle Gruppe gefunden, an die ich mich anhängen
sollte. Mit vollem Einsatz holte ich diese Gruppe schnell ein. Die dunklen
Wolken machten mir bereits vor dem Wechsel leichte Sorgen. Prompt begann es
am ersten Anstieg sehr stark zu Regnen. Binnen weniger Sekunden strömte das
Wasser beim Helm hinein und bei den Radschuhen wieder heraus. Doch dieser
Umstand störte mich nicht allzusehr, da ich gerade
mit schwierigen Verhältnissen gut zurecht komme. In
der Gruppe leistete jeder brav seinen Beitrag und so kamen wir mit einer
guten Rundenzeit von 37 Minuten völlig durchnässt wieder zurück nach
Grieskirchen. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und der Asphalt begann
leicht aufzutrocknen. Dadurch wurde die Strecke aber sehr rutschig und
gefährlich. Besonders in den Kurven war viel Feingefühl gefragt. Die Gruppe
aus der ersten Runde zerfiel langsam. Die zweite Runde beendete ich alleine
fahrend nach 38 Minuten. Die Nässe kühlte die Beine sehr aus weshalb ich die
Pause nutze, mich zuhause in der Wärmekabine wieder aufzuwärmen und auf den
nächsten Einsatz vorzubereiten. TURN 3 – Runde 5 + 6: Nach der ausgiebigen Ruhepause kam ich gegen 22.30 Uhr
wieder zum Teamstützpunkt. Inzwischen war die Dunkelheit hereingebrochen.
Hans, unser „Mann für alles“ montierte schnell den Scheinwerfer auf das Rad.
Nach kurzem Einfahren begab ich mich in die Wechselzone um auf Fred zu
warten. Trotz Strassenbeleuchtung war es ziemlich
schwierig, zu unterscheiden wer nun von den hereinkommenden Racern der Teampartner ist. Fred rief schon von weitem
meinen Namen und so klappte die Übergabe perfekt. Mit voller Kraft trat ich
in die Pedale. Kurz vor dem ersten Anstieg bildete sich hinter mir eine
kleine Gruppe. Relativ locker zog ich in gutem Tempo den Berg hinauf. Die
Gruppe hinter mir ließ sich bis Pollham in meinem
Windschatten ziehen. Dann wurde die Spitze gewechselt und ich konnte mich nun
im Windschatten des vor mir fahrenden ein wenig erholen. Das Tempo war trotz
der Dunkelheit sehr hoch und erforderte sehr viel Konzentration. Vor dem
zweiten Anstieg setzte ich mich wieder an die Spitze, wurde aber von den
anderen ein wenig zurückgepfiffen. Schliesslich
wollten alle in dieser schnellen Gruppe bleiben. Die restliche erste Runde
war durch einen Pacemaker an der vordersten Front sehr schnell aber für mich kraftsparend. Auch in der zweiten Runde änderte sich
daran nicht viel. In diesem Turn hatte ich echt Glück, eine so schnelle
Gruppe gefunden zu haben. Mit zwei sehr guten Rundenzeiten übergab ich an
Walter. Der lange Renntag zehrte schon ein wenig an der Substanz und so fuhr
ich nach Hause um zumindest eine Stunde zu schlafen. TURN 4 – Runde 7 + 8: Die Schlaf war nur von kurzer
Dauer, denn irgendwie hatte ich Angst den Wecker zu überhören. Statt Kaffee
nahm ich einen Eiweißdrink und ein Käsebrot zu mir um wenigstens körperlich
ein wenig fit zu werden. Nach der Übergabe von Fred begann ich nicht so
kraftvoll wie zuvor diesen Turn. Gleich am ersten Anstieg merkte ich, dass
ich die Übersetzung der vorherigen Runden einfach nicht mehr auf das Pedal
bringen konnte. Die Beine fingen an zu schmerzen. In den flacheren Passagen
hoffte ich auf eine Gruppe, von der aber weit und breit nichts zu sehen war.
Überhaupt waren nur sehr wenige Radler unterwegs. Auch der zweite Anstieg
bereitete mir viel Mühe. Trotz aller Versuche zu pushen um wenigstens eine
halbwegs gute Zeit aus dieser ersten Runde mitzubringen, kam ich erst nach 40
Minuten wieder an Start und Ziel vorbei. Auch in der zweiten Runde lief es
nicht besser. Dieser Turn wurde zu einer kleinen Quälerei. Die Kraft war um
diese Uhrzeit am frühen Morgen einfach noch nicht abrufbar. Der einzige
Lichtblick blieb eine sehr schöne Morgenröte, die einen sonnigen Tag
ankündigte. Gegen Ende der zweiten Runde versuchte ich auf einen Racer der mich überholte nachzuziehen. Doch ich hatte keine
Chance. So beendete ich nach 41 Minuten etwas enttäuscht über die schlechte
Leistung diese Runde. Nachdem das Rad im Teambus verstaut wurde, frühstückte
ich am Renngelände. Statt Kaffee und Brot, versuchte ich mit einer Portion
Nudeln die leeren Speicher aufzufüllen. Danach fuhr ich nach Hause um wieder
zu schlafen. TURN 5 – Runde 9 + 10: Gut erholt und einigermaßen gut ausgeschlafen, kam ich
wieder zum Team zurück. Beim Teamzelt herrschte gute Stimmung, denn die Rundenzeiten
sind nach der Nacht wieder deutlich besser geworden. Ein Blick auf die Liste
zeigte, dass die langsamen Zeiten in der Früh eine allgemeine Erscheinung
waren. In Zwischenklassement lagen wir um 9 Uhr auf Rang 11. Nun wurde die
Teamtaktik auf 1-Runden-Turns umgestellt. Nur ich sollte weiterhin 2 Runden
drehen. Da ich mich körperlich wieder gut fühlte und mit dieser Umstellung
auch gerechnet hatte, war dies für mich kein Problem. Die Temperatur war auch
am zweiten Renntag optimal. Nur der Wind machte mir leichte Sorgen, da er
gegen die Fahrtrichtung wehte. Nach der Übergabe durch Fred, lotete ich
gleich meine Form aus. Der erste Anstieg ging wieder im gewohnten Gang und
auch das Tempo passte wieder. Mit dem Ziel zwei gute Rundenzeiten hinzulegen,
drückte ich gegen den Wind an. Hinter mir hatten sich 3 Fahrer aufgefädelt.
Nach einiger Zeit forderte ich vom Verfolger den Wechsel ein. Doch der
Kollege war schon ziemlich platt. Nur sein Sohn konnte noch ordentlich Tempo
machen. So zog ein 13 jähriger uns „alte“ Männer. Im Rennverlauf wechselte
ich mich dann mit dem Junior ständig ab und so erreichten wir mit einer guten
Zeit wieder Grieskirchen. Auch die zweite Runde ging ganz gut. Der Gegenwind
bis zur hälfte der Strecke, schob dann ab Schallerbach ordentlich an. Das
half mir, die vorgenomme Rundenzeit knapp zu
erreichen. Zufrieden darüber, gönnte ich mir eine ausgiebige Ruhepause. TURN 6 – Runde 11: Lange bevor Walter seine letzte Runde antrat war klar,
dass ich nochmal in die Pedale musste. Durch die
sehr gute Teamleistung, lagen wir weit vor unserer Zeitvorgabe. Also startete
ich 20 Minuten vor dem Rennende um 13 Uhr zu meiner letzten Runde. Natürlich
war klar, dass ich zum Abschluss noch einmal alles geben musste. Schliesslich wollte ich mit einer guten Rundenzeit dieses 24h-Rennen beenden. Anfangs war ich ganz alleine
unterwegs. An und zu gab es kurze Windschattenfahrten. Aber ich wollte das
hohe Tempo halten und da kamen einige nicht mehr mit. Nach Schallerbach wurde
ich dann von zwei schnellen Fahrern überholt. Es gelang mir, mich anzuhängen
und das Tempo mitzugehen. Vorbildlich wurde immer wieder die Spitze
gewechselt. Dadurch konnte das Tempo nochmal erhöht
werden. Auch der letzte Anstieg wurde mit vollem Tempo am großen vorderen
Kettenblatt genommen. Es machte viel Spaß mit den beiden zu fahren. Kurz vor
dem Ziel drückte ich dann nochmal drauf und
überquerte als Erster der Gruppe nach 37 Minuten die Ziellinie. Die Stimmung
im Ziel war fantastisch. Die Zuschauer klatschen begeistert und beim Ausrollen
zog es mir sogar eine kleine Gänsehaut auf. Mit meiner Leistung sehr
zufrieden, hatte ich nach 11 Runden, insgesamt fast 7 Stunden am Rad und 226
Rennkilometern mein zweites 24h-Rennen hinter mich gebracht. Insgesamt hatte unser Team in 38 Runden mit einem Schnitt
von 33,61 km/h 817 Kilometer zurückgelegt. Jeder von uns vieren gab sein
Bestes und so konnten wir den guten 12. Rang unter 22 Teams einfahren. Doch
viel wichtiger als die Platzierung war, daß alle an
einem Strang zogen und wir von den Sponsoren KSH und Kapsammer
kräftig unterstützt wurden. Auf der Strecke wurden wir durch unsere Fans und
aufmunternden Transparenten, die nur wir hatten, angetrieben. Vielen Dank
dafür – SUPER !!! Fazit: Tolle Veranstaltung mit mehr Teilnehmern als 2005 Tolle Teamleistung in allen Belangen Tolle
Rundenzeiten aller Teamfahrer Tolles
Publikum und tolle Stimmung |