Rennen
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Zwölferhorn-Trophy
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Datum
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23.
August 2009
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Ort
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Abersee
/ Salzburg
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Strecke
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32
km / 1.171 hm
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Wetter |
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Sonne, 25 Grad
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Online |
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25. August 2009 |
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Der starke Regen am
Vortag des Rennens motivierte mich nicht wirklich schon wieder ein Gatschrennen zu fahren. Doch der Wetterbericht stimmte
ausnahmsweise einmal und am Renntag zeigte sich von der Früh weg die Sonne.
Also nichts wie auf nach Abersee. Am Wolfgangsee
angekommen, machte das Wetter fast mehr Lust auf einen gemütlichen Badetag am
herrlich blau schimmernden See als mit dem Bike das
Zwölferhorn zu erklimmen. Aber ein Racer ist ein Racer und keine Memme – Basta! Außerdem rechnete ich mir
bei diesem Rennen eine gute Platzierung aus. Die üblichen
Rennvorbereitungen brav absolviert, positionierte ich mich 20 Minuten vor dem
Start in den vorderen Rängen der Startaufstellung. Um 10 Uhr war es dann
soweit. Ein ohrenbetäubender Böllerschuss war das Startzeichen. Wie immer in
Abersee waren die ersten zwei Kilometer neutralisiert um das Feld gut über
die engen Strassen zu führen. Ich versuchte gleich ein bisschen nach vorne zu
kommen, was aber bei Tempo 40 gar nicht so leicht war. Kurz nach der
Startfreigabe ging es auf Asphalt gleich steil bergauf. Mein Tritt war gut
und so konnte ich relativ locker einigen Fahrer überholen. Es folgte ein
kurzes flaches Stück auf Schotter ehe es weiter bergauf ging. Eigentlich
wollte ich den Anstieg am mittleren Kettenblatt durchfahren, doch da hatten
meine Beine etwas dagegen. Die Sonne knallte unbarmherzig auf den Kopf und
ich kam ganz schön ins schwitzen. So schwer hatte ich mir den ersten Anstieg
nicht vorgestellt. Also Taktik umstellen und warten ob diese am Ende auch
aufgeht. Das letzte Drittel des
etwa 800 Hm Anstieges fuhr ich immer in einer kleinen Gruppe. Ich hatte
einige Mühe das Tempo zu halten. Nach der kurzen Tragepassage hatte ich mich
wieder soweit erholt um anzugreifen. Bis zum Ende des Anstieges hatte ich
alle Fahrer aus der Gruppe überholt. Ich fühlte mich auch körperlich wieder
besser. Vielleicht lag es daran, daß es am Berg
ziemlich kühl war. Egal, meine Bergtaktik war wieder einmal voll aufgegangen
und ich hatte für die lange Forststrassenabfahrt freie Bahn. Mit Tempospitzen bis zu
60 Km/h baute ich den Vorsprung auf die Verfolger immer weiter aus. Erst ein
kurzer Verbremser in einer Kurve ermöglichte es
einen Konkurrenten an mir vorbeizuziehen. Doch ich kämpfte mich wieder heran
und konnte ihn am folgenden, kurzen Bergaufstück
wieder überholen. Unter der Seilbahn aufs Zwölferhorn durchfahrend, erhaschte
ich meinen eingangs erwähnten Blick auf den Wolfgangsee. Rennen fahren macht
doch viel mehr Spaß… :--)) An der Einfahrt zum
einzigen, dafür aber sehr schönen, Trail des Rennes
hängte sich ein Verfolger dicht ans Hinterrad. Als der Trail
immer felsiger und steiler wurde konnte ich ihn abschütteln. Mit einer
Mischung aus Feingefühl, Fahrtechnik und angepasstem Tempo konnte ich
insgesamt drei Fahrer in diesem Streckenteil überholen. In der folgenden
Forststrassenabfahrt versuchte ich die gute Performance vom Trail zu halten und weitere Plätze gutzumachen. Mit
Erfolg! Mittlerweile lag mehr
als die Hälfte der Strecke hinter mir. Es folgte ein relativ flacher, aber
zäher Anstieg. Im Verlauf dieses Anstieges bildete sich wieder eine kleine
Gruppe. Nun galt es unbedingt in dieser Gruppe zu bleiben um für die letzte,
schnelle Abfahrt eine gute Ausgangsposition zu haben. Die Beine waren immer
noch sehr gut und so konnte ich kurz vor der Abfahrt ordentlich Druck machen
und die Gruppe überholen. In der Abfahrt
wechselten die Positionen beinahe an jeder Kehre. Ich versuchte immer sehr
spät zu bremsen und gut um die engen Kehren zu zirkeln. Doch der lose
Schotter ließ dies nicht immer zu. Dennoch konnte ich bis zum Ende der
Abfahrt vorne bleiben. Nun ging am flachen Asphalt das Rennen ins Ziel so
richtig los. Die Gruppe schob sich
im Windschatten wieder zusammen. Ich nutze dies um mich ein wenig zu erholen. Etwa einen Kilometer
vor dem Ziel wurde mir das Windschattenspiel aber zu bunt. Keiner zog das
Tempo an und von hinten brausten weitere Verfolger heran. Also zog ich an und
setzte mich an die Spitze. Zwei Fahrer überholten mich wieder vor einer
Spitzkehre. Aus dieser heraus konnte ich am besten attackieren. Es folgte ein
harter Zielsprint den ich am Ende um 1 Hunderstel
Sekunde verlor. Mit meiner Leistung an
diesem Tag war ich sehr zufrieden, zumal es am Anstieg eher zäh war. Die
Saison hat mich eventuell schon ein kleinwenig ausgelaugt. Aber ich kämpfte
mich am Trail und in den Abfahrten wieder nach
vorne. Rennzeit :
1:46:32 Rang-Klasse : 13
von 41 Finishern Rang-Gesamt:
59 von 188 Finishern Fazit: Immer wieder gut
organisierte Veranstaltung Tolle
Strecke, die alles zu bieten hat was ein MTB-Rennen braucht Hart
gekämpft und mit einem guten Ergebnis belohnt Kleine
Regenerationspause unbedingt notwendig |