Event
|
-
|
Saisonending Ischgl
|
Datum
|
-
|
27.
– 30. April 2007
|
Ort
|
-
|
Ischgl
/ Tirol
|
|
Wetter |
- |
Sommerlich
|
|
Online |
- |
1. Mai 2007 |
|
Der
Abschluss meiner Skisaison 2006/2007 fand, wie könnte es anders sein,
natürlich in Ischgl statt. Zwei Wochen zuvor war ich mit Schiclubkumpels bei
Traumwetter für 4 Tage auch schon dort. Der Schnee reichte auf den
aufgeweichten Pisten so grade noch bis ins Tal. Trotzdem war täglich Speedskiing angesagt. Ein zerstörter Ski und ein fast
zerstörter Daumen waren das Ergebnis. Aber bis zum Ending
waren sowohl Ski als auch mein Daumen wieder einsatzbereit. FREITAG.
27.04.07: Gleich
nach Feierabend um 13 Uhr machte ich mich auf den mittlerweilen
sehr gewohnten Weg ins „Mekka der Alpen“. Der Verkehr machte trotz Freitag
keine Probleme und so konnte ich die 4 Stunden Fahrzeit locker einhalten.
Gleich nach der Ankunft im „Grafspitz“ erledigte ich alle Formalitäten,
verstaute allen Krimskrams im Zimmer und streifte
mir das SHG-Ischgl-Outfit in Form des nagelneuen
T-Shirts über. Dann hieß es ab in die Trofana Alm
um den Rest der SHG zu treffen. Die Begrüßung fiel sehr herzlich aus und im
Nu war ich mitten im Aprés-Taumel. Nach der „Alm“
war erst mal Abendessen angesagt. Im Kuhstall klang der erste Abend dann
gegen 23 Uhr aus. Schliesslich wartete am nächsten
Tag die Skipiste. SAMSTAG,
28.04.07: Der Tag begann
mit einer schlaflosen Phase bereits um halb 6 Uhr. Also verpasste ich auch
sicher nicht die erste Gondel um halb 9 Uhr. Auf die Minute genau checkten
mein Begleiter aus der SHG und ich in die erste Gondel der Silvrettabahn ein.
Am Berg angekommen erwartete uns herrlichster
Sonnenschein und pickelharte Pisten. Gemäß dem Spruch „der frühe Vogel fängt
den Wurm“ wurden wir mit der Erstbefahrung der
Piste für das sehr frühe Aufstehen belohnt. Weil es sooo
schön war, nahmen wir die gleiche Piste ein zweites mal
in Angriff. Danach trafen wir uns noch mit drei anderen SHG-Leuten.
Gemeinsam schwangen wir bis vor dem Mittagessen auf der Paznauner
Taja die Pisten hinunter. Die nahezu
sommerlichen Temperaturen ließen den Schnee leider sehr früh sulzig werden. Da
dieser Schnee nicht jedermanns Sache ist, tauschten meine Begleiter recht
bald die Piste gegen die Sonnenterasse ein. Wer mich kennt weiß, daß auch die schönste Sonnenterasse nicht zum Abschnallen
verführen kann. Als alter „Ischgl-Fuchs“ weiß man, daß
zu dieser Jahreszeit die hochgelegenen Pisten am Palinkopf
nachmittags noch am besten zu fahren sind. Genauso war es auch und bis weit
nach 16 Uhr nutze ich die guten Verhältnisse gebührend aus. Durch Zufall traf ich
als ich gerade zum Aprés aufbrechen wollte auf SHG-Kolleginnen die im Nachbarhaus wohnten. Kurzerhand
wurde ein Prosecco-Umtrunk organisiert, der die bei
Frauen übliche etwas längere
Umziehphase verkürzen sollte. Auch eine kleine Jause wurde noch
gereicht bis auch bei der letzten Lady alles so passte wie es sein sollte.
Gemeinsam zogen wir zu sehr später Aprészeit in die
„Alm“ ein. Wie üblich tummelten sich dort wieder die Menschenmassen. Doch im
Gegensatz zum Winter musste man sich diesmal vor der Hütte durch die Massen
boxen. Die noch warme Abendsonne war schuld daran. Drinnen hatte dann die SHG-Gemeinschaft viel Platz zum Feiern. Geschlossen wurde
dann der Lokalwechsel zuerst vor und dann in den Kuhstall vollzogen. Gegen
Mitternacht wurde es aber Zeit für harmonischere Klänge und Tanzübungen mit
einer Eidgenössischen Nachbarin. Natürlich wurde die Tenne als Ziel dafür
ausgewählt. Um 3 Uhr zog die Müdigkeit dann aber endgültig einen
Schlussstrich unter diesen für mich sehr langen Tag. SONNTAG,
29.04.07: Trotz
wenig Schlaf wurde heute ein sehr ehrgeiziges Ziel ins Auge gefasst –
Eincheckzeit 8.15 Uhr an der Silvrettabahn. Auf die Sekunde wurde das Rolltor
erreicht. Aber wir hatten die Rechnung ohne den Wirt, sprich den Mitarbeitern
der Seilbahn gemacht. Einsam saßen wir zu zweit auf der Treppe zur
Glückseligkeit. Um 8.20 Uhr hob sich das Rolltor bis zur Mitte. Bis Punkt
halb 9 ließen uns die Seilbahnmänner vor dem Drehkreuz warten. Mit der
Erkenntnis, sich eigentlich 15 Minuten mehr Schlaf zu gönnen besser gewesen
wäre begaben wir uns in die Gondel. Dafür war die erste Abfahrt des Tages
wieder uns ganz alleine vorbehalten. Mittag
trennten sich die Wege meiner Mitfahrer und mir. Diese zogen eine ausgiebige
Mittagsrast nach dem sehr anstrengenen, sulzigen
unteren Teil der Gampenabfahrt vor. Auf der Idalpe wechselte ich meine Begleiter aus unserem
Lieblingsnachbarland dann gegen eine Begleiterin mit dem weißen Kreuz in der
Landesflagge ein. Eine Sessellift- und Skiabfahrt später wechselten wir auch
in deren Heimatland. Die Pisten auf der Alp Trida
waren aber zur Mittagszeit sehr sulzig und deshalb nicht mehr allzu gut zu
fahren. Also
wieder zurück in mein Heimatland, wo wir es noch rechtzeitig zum „Top of the Mountain Concert“ vom Ex Spice Girl Mel C. schafften. Einige Zeit lang lauschten
wir den Popklängen ehe es mich wieder auf die Skipiste zog. Zwei Abfahrten
später war ich wieder solo und nütze wie am Vortag wieder die besseren
Verhältnisse am Palinkopf. Nach halb 5 Uhr schwebte
ich mit der Gondel wieder in die City von Ischgl ein. Der
Rückweg von der Talstation ins Zimmer in den Skiklamotten ließ ob der warmen
Temperaturen mehr Schweiß fließen als den ganzen Tag auf der Piste. Also erst
mal ab unter die Dusche, SHG-Outfit überziehen und
ab zum Aprés. Diesmal war der SHG-Treffpunkt
aber nicht in die Alm sondern bei Nikis Stadl, wo
auf der Straße mehr als ausgelassen getanzt und gefeiert wurde. Auch ich
konnte mich dessen nicht entziehen… So wurde es etwas später als geplant und
irgendwann musste ich auch mal wieder was essen. Dies erledigte ich kurzerhand
am Weg zum Kuhstall wo ich mich von einigen aus der SHG noch verabschieden
wollte. Dem wenigem Schlaf musste ich Tribut zollen und so beförderte mich
die Müdigkeit recht bald ins Bettchen. MONTAG,
30.04.07: Den
letzten Schitag der Saison ging ich sehr gemütlich an. Eincheckzeit an der
Gondel – egal, als erster auf der Piste zu carven–
egal. Bis Mittag carvten mein Begleiter und ich die
fast leeren Pisten. Die Sonne wurde von immer mehr Wolken verdeckt, die
Temperaturen waren nicht mehr so warm und die Schneeauflage lag an manchen
Stellen auch schon in den letzten Zügen. Also Grund genug die Bretter an die
Restaurantwand zu lehnen, sich ein gutes Mittagessen zu gönnen und anschliessend mit letzten Blicken auf das Skigebiet und
eine letzte Gondelfahrt mit Blickrichtung Tal leise „Servus Ischgl“ zu sagen.
Als ich
alle Sachen wieder im Auto verstaut hatte und den Schlüssel ins Zündschloss
steckte ging ein Wolkenbruch über Ischgl nieder. So wurde wohl auch der zarte
Rest an Schnee am Berg oben in Wasser verwandelt und der Abschied von Ski und
Party etwas leichter gemacht… Fazit: Passable Pisten trotz
sommerlichen Temperaturen Tolle Stimmung wie immer zum
Saisonending Schön, wieder viele „Alte“ und nette
neue Gesichter aus der SHG-Gemeinschaft getroffen
zu haben |