Rennen
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Bike &
Run
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Datum
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7.
Oktober 2007
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Ort
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Thalheim
bei Wels / Oö.
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Strecke
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14
km / 4 Runden Rad & 6 km / 2 Runden Lauf
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Wetter |
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Sonne, 18 Grad
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Online |
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8. Oktober 2007 |
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Nachdem bereits das erste gemeinsame Antreten mit meiner
Laufpartnerin Karin in Gallneukirchen von Erfolg gekrönt war, wollten wir unser Glück beim Bike & Run „um den Stier von Thalheim“ abermals versuchen. Aber bereits der Blick in die sehr
stark besetzte Startliste nahm uns jegliche Chance auf einen Stockerlplatz. Aber davon ließen wir uns
auf gar keinen Fall entmutigen. Denn bekanntlich ist das Glück ja ein Vogerl… Am Renntag herrschte herrliches, goldenes Herbstwetter.
Ich war schon um 8 Uhr in Thalheim, da ich im Organisationskomitee war und noch einige
Handgriffe für das Drumherum beim Rennen zu erledigen war. Karin kam wie vereinbart eine Stunde
vor dem Start um 10 Uhr. Schon lange zuvor hatte ich die Startnummern besorgt, mein Bike vorbereitet und bereits eine gemütliche Besichtigungsrunde auf der Rennstrecke absolviert. Da Karin den Kurs noch nicht kannte, besichtigten wir die
Strecke gemeinsam. Karin im leichten Laufschritt und ich daneben langsam fahrend am Bike. Am Ende der Waldpassage passierte mir dann ein folgenschwerer Fehler: Eine Holzstiege führte den Wald hinab. Auf meiner vorherigen Besichtigungsrunde fuhr ich problemlos in der schmalen Rinne neben der Stiege hinunter. Als ich die Stiege mit Karin erreichte sagte ich noch, dass wir diese im Rennen nicht befahren dürfen weil es sonst zu schweren Stürzen kommt. Bis zur Hälfte fuhr ich neben der Stiege ganz langsam hinab und wollte absteigen um das Rad hinunter zu tragen. Dabei verlagerte ich das Gewicht ungeschickter Weise so weit nach vorne, dass ich das Bike hinten anhob und ich über den Lenker abflog. Ich landete etwa 2 Meter weiter unten auf dem Rücken und wurde auch noch mit voller Wucht gegen die Eisenstange eines Wegschildes geschleudert. Leider mit dem Rücken voran. Im ersten Moment konnte ich gar nicht aufstehen, weil mir sprichwörtlich die Luft wegblieb. Als ich es dann doch irgendwie schaffte fiel das Geradestehen sehr schwer. Ziemlich starke Schmerzen am Rücken und in der Nierengegend machten sich breit. Ich streckte mich kurz durch und „zog“ mich dadurch wieder gerade. Karin kümmerte sich auch gleich um mich. Nach einem kurzen Check aller Wirbeln stieg ich wieder aufs Rad. Wir besichtigten die Strecke zu ende, das Fahren tat nicht sonderlich weh und so stand einer Teilnahme am Rennen wegen des Sturzes nichts mehr im Wege. Kurz nach 11 Uhr erfolgte dann der Start in die 4 Radrunden. Bis zum Anstieg zog ich aus einer guten Position startend am Streckenrand nach vorne. Doch die Strasse wurde bald sehr eng und so musste ich mich etwa in der Mitte des Feldes wieder einordnen. Am langen Anstieg spürte ich noch einige Schmerzen. Aber ich kämpfte mich gut durch und machte einige Plätze gut. Auch im weiteren Verlauf des Rennens holte ich mit viel Kampfgeist wieder Platz um Platz auf. Die Spitzenreiter waren sowieso eine Nummer zu groß für mich und bereits sehr weit enteilt. Mein Hauptaugenmerk im Rennen lag darin, meiner Läuferin wieder eine gute Ausgangsposition für ihre 2 Laufunden zu schaffen. Mit einer jeweils schnellen vorletzten und letzen Runde gelang dies auch ganz gut. In diesen Runden konnte ich noch ordentlich zulegen und drei Plätze gut machen. Nach 4 Runden ständig am Pulslimit, übergab ich in der Wechselzone an Karin. Sie ging als vierte Dame der Mixed-Teams ins Rennen. Diesen Rang konnte sie auch nach der ersten Runde noch relativ locker halten. In der zweiten Runde begleitete ich sie am Bike. Leider kam eine Gegnerin im Waldstück von hinten immer näher. Karin gab zwar alles, aber die Konkurrentin war läuferisch einfach zu stark. Dadurch fiel Karin auf Rang fünf zurück, den sie aber bis ins Ziel halten konnte. Mit einer sehr starken Laufleistung von Karin auf dem extrem hügeligen Waldkurs und trotz meines Sturzes und den damit verbundenen Schmerzen, belegten wir mit einer Gesamtzeit von 1:20:00 den sehr guten 5. Rang in der mit „Halbprofis“ besetzen Mixed-Wertung. Von den 46 angetreten Teams, einschließlich Einzelstartern, belegten wir in der Gesamtwertung den 25. Rang. Da ich nach dem Rennen nur mehr sehr schmerzhaft ins Auto steigen
konnte dachte ich mir, dass eine ärztliche Untersuchung vielleicht doch besser wäre. Denn man
weiß ja nie. Also bog ich zum Krankenhaus ab, checkte an der Unfallstation ein und nach sehr kurzer
Wartezeit war ich an der Reihe. Von Milz und Niere wurden Ultraschallbilder gemacht und mir
ein wenig Harn abgezapft. Glücklicherweise war alles heile und in
Ordnung. Der Arzt stellte "nur" eine schwere Prellung der
Rückenmuskeln fest. Mit einem Schmerzpflaster und Sportverbot für die
nächsten Tage wurde ich nach einer Stunde wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Nun ist Schonung angesagt um im dritten Bewerb des Bike & Run-Cups, am 14. Oktober in Ahorn, wieder in alter Manier „angasen“ zu können. Fazit: Vielen Dank an meine Schutzengeln – die Sache
hätte ganz schlimm enden können! Vielen Dank
an Karin für ihre super Laufleistung Wieder ein
sehr gutes Ergebnis erzielt Den Bike & Run-Cup ziehen wir nun durch |