Rennen

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Bike & Run

Datum

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29. September 2007

Ort

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Gallneukirchen / Oö.

Strecke

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7 km / 3 Runden

Wetter

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Regen, Sonne, 20 Grad                                                                

Online

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30. September 2007

 

 

Als Training und Vorbereitung für den Bike & Run Bewerb in Wels, beschlossen meine Laufpartnerin

Karin und ich kurzfristig die Teilnahme am Bike & Run Bewerb in Gallneukirchen. Die Premiere verlief

viel besser als erwartet…

 

Auf der Fahrt in die Mühlviertler Metropole begleiteten uns ab Linz dicke Wolken und Regen. Bis zur

Ankunft in Gallneukirchen änderte sich diese Wetterlage auch nicht. Also stellten wir uns auf eine

sehr nasse und schlammige Bike- & Laufstrecke ein. Die Abholung der Startnummer ging relativ zügig

und so blieb noch ein wenig Zeit zum Erkunden der Radstrecke. Schon die ersten Meter auf der sehr

selektiven Waldstrecke bestätigten die Vermutungen. Ich besichtigte die „Schlüsselstellen“, stellte

das Rad noch der Strecke auf die feuchten Bedingungen ein und fuhr zurück ins Startgelände.

Mittlerweile hatte sich die Sonne durch die Wolken gekämpft und ließ gleich die Temperaturen auf

ein angenehmeres Niveau ansteigen.

 

Die etwas eigenartige Art eines „Le Mans“-Start bescherte mir wegen der späten Anmeldung einen

Startplatz in den hintersten Reihen. Von Startplatz 46 aus begann mit dem Startschuss um 10.30 Uhr

meine Aufholjagd über 3 Runden und 7 Kilometer um Karin eine gute Ausgangsposition für ihren Lauf

zu sichern.

 

Aber wie befürchtet stand ich bereits nach einigen Metern im Stau. Am ersten Anstieg wurde jeder Zentimeter des Streckenrandes genutzt um nach vorne zu kommen. Allerdings gestaltete sich die

Sache durch einige sehr ungeübte Fahrer vor und neben mir mehr als schwierig. Dennoch konnte

ich bis etwa zur Hälfte der Strecke die schwächsten Fahrer endgültig hinter mir lassen.

 

Am zweiten, mit vielen Wurzeln gespickten, Anstieg machte ich die meisten Plätze gut. So schaffte

ich mir ein gutes Polster nach hinten und konnte die technisch anspruchsvolle Abfahrt gefahrlos, im

Sinne von Fahrern vor, neben oder hinter mir, in Angriff nehmen. Die feuchten Wurzeln verlangten

eine gute Dosis an Tempo und Vorsicht. Nach der Abfahrt folgte ein Wiesenstück in dem ich auf eine

kleine Gruppe aufschloss. Kurzerhand war auch diese überholt und meine zweite Runde begann.

 

Auch in der zweiten Runde ging meine Aufholjagd weiter. Mit teilweise gewagten Manövern gelang

es mir auch weiter nach nach vorne zu kommen. Kurz vor der Abfahrt rutschte mir in der Kurve am

nassen Untergrund das Vorderrad weg. Irgendwie gelang es mir aber einen Sturz zu verhindern. Im

Wiesenstück passierte mir ein kleiner Fahrfehler und büßte einen vorher im Wald hart erkämpften

Platz wieder ein. Doch kurz vor Beginn der letzten Runde stellte ich die Rangordnung wieder her.

 

In der letzen Runde kämpften immer mehr Fahrer vor mir mit ihrer Kondition. Im Wurzel-Waldanstieg

drückte ich noch mal auf die Pedale. Die Beine waren noch sehr gut und so schnappte ich mir wieder

drei Plätze. Auch die stetig hohe Pulsfrequenz machte mir keine gröberen Probleme. Kurz vor der

Übergabezone lieferte sich ein Fahrer vor mir noch ein beherztes Duell, das er dann für sich entschied.

 

Auf Rang 5 liegend übergab ich an Karin. Als erste Frau nahm sie die 3 Km lange Laufstrecke in Angriff.

Sie begann ihr Rennen mit einem relativ schnellen Lauftempo. Ich labte mich in der Zwischenzeit mit

Kuchen und Getränken von der erfolgreichen Aufholjagd von Startplatz 46 auf Platz 5 im Radrennen.

 

Viel früher als gedacht erspähte ich Karin vom Zielgelände aus am Beginn des Wiesenstückes zurück

in Richtung Ziel. Ich reichte ihr die Trinkflasche aus dem sie einen kleinen Schluck nahm. Ihr schnelles

Tempo spiegelte sich bereits im Gesichtsausdruck wider, doch sie kämpfe tapfer weiter. Etwa in der

Mitte der Strecke musste sie sich in Führung liegend einer sehr laufstarken Konkurrentin geschlagen

geben. Am Ende der ersten Laufrunde lief sie als zweite Frau durch den Zielbogen. Jetzt hieß es noch

1 Km weiterkämpfen. Die Führende lag zwar außer Reichweite, doch von hinten drohte keinerlei

Gefahr mehr noch überholt zu werden.

 

So lief Karin völlig erschöpft und platt ins Ziel und sicherte uns den 2. Platz in der Mixed-Wertung.

Von 13 Mixed-Teams holten wir uns gleich im ersten Antreten einen Stockerlplatz! Die Auswertung

der Mixed-Team-Zeiten zeigte, dass ich auf der Radstrecke die schnellste Zeit fuhr und Karin die zweit

beste Laufzeit schaffte. Freudestrahlend bestiegen wir am späten Nachmittag das Siegespodest.

 

Gestärkt durch diesen Erfolg blicken wir nun zuversichtlich dem nächsten Bike & Run Bewerb in Wels

entgegen.

 

Fazit: Erfolgreiche Aufholjagd von 46 auf 5

        Karin gab auf der Laufstrecke wahrlich ihr Letztes

        Stockerlplatz gleich im ersten Rennen – was will man mehr

        Weitere gemeinsame Bike & Run Bewerbe werden folgen

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