Rennen
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Bike &
Run
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Datum
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14.
Oktober 2007
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Ort
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Ahorn
/ Oö.
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Strecke
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9,7
km / 1 Runde Rad & 5 km / 1 Runde Lauf
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Wetter |
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Sonne, 4 bis 12 Grad
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Online |
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15. Oktober 2007 |
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Den Abschluss meiner heurigen Radrennsaison bildete der Bike & Run Bewerb in Ahorn. Zugleich auch der dritte
Bewerb im Bike & Run-Cup, den meine
Laufpartnerin Karin und ich nun an drei Wochenenden hintereinander
bestritten. Für mich war es das vierte Rennwochenende in Serie. Der Morgen des Renntages begann sehr frostig dafür aber
wieder herrlich sonnig. Temperaturen um den Gefrierpunkt erforderten erstmals
den Eiskratzer für eine klare Sicht im Auto. Die Fahrt ins
kleine Ahorn, tief bzw. hoch oben im Mühlviertel
wurde beinahe zur Odysee. Aber dank Karins hervorragenden
Navigationsfähigkeiten kamen wir viel schneller als geplant am Zielort an.
Dadurch blieb uns genug Zeit um die Startnummer abzuholen und uns
vorzubereiten. Trotz Sonne veränderte sich die Temperatur nicht
sonderlich. Die Wiesen und Felder, auf denen ein Teil des Rennes stattfand, war von dickem weiß glitzerndem Reif überzogen. Somit fiel
die Wahl der richtigen Rennbekleidung nicht schwer – Winterpanier! Auch Karin
streifte die dickere Laufjacke über das doch sehr dünne Laufshirt. Ein Fehler des Veranstalters bei unserer Anmeldung führte
dazu, dass wir in der Startliste des Haupt-bewerbes
aufschienen. Wir wollten aber in der Small-Version
des Rennes starten, erhoben kurzum Protest und wurden problemlos auf diese
Distanz umgenannt. Dies führte jedoch dazu, dass
ich in die letzte Startreihe versetzt wurde. Da es wieder ein „Le Mans“-Start war, hatte ich das gesamte Feld, wie beim
ersten Bewerb in Gallneukirchen, wieder vor mir. Da der Start des Bike-Rennens etwa zwei Kilometer vom Zielgelände entfernt
war, nutze ich die Fahrt zum Start zur Streckenbesichtigung. Dabei hätte ich
um ein Haar wieder einen heftigen Sturz in einer schnellen Abfahrt gebaut.
Dabei hatte ich noch immer leichte Schmerzen von der Rückenprellung vom Sturz
in Wels, der mir nochmals einen Krankenhaustermin bescherte. Um 10.30
Uhr erfolgte der Start. Ich kam vom 29. Startplatz in der letzten Reihe ganz
gut weg und stürmte gleich am Bergaufstück auf der
feuchten Wiese nach vorne. Nach einer
Schleife ging es auf der gleichen Wiese wieder rasant hinunter. Es
folgte ein weiterer Anstieg, in dem ich mich bis auf Rang sechs nach vorne
kämpfte. Aber bereits am ersten Kilometer des Rennens wurden meine Beine sehr
schwer. Derlei Probleme nicht genug, machte die Kälte in Verbindung mit dem
hohen Puls das Atmen ziemlich schwer. Nach einiger Zeit kam auch noch ein
leichtes Stechen in der Lunge dazu. Aber allen
körperlichen Problemen zum Trotz versuchte ich hartnäckig meine Position zu
halten. Auf einem leichten Bergabstück musste ich
zwei Gegner ziehen lassen, die ich mir am folgenden Anstieg wieder ein- und
überholte. Die sehr wellige Streckenführung mit langen, „gschmierten“
Wald- und Schotteranstiegen verlangte alles ab. Wie immer kämpfte ich
verbissen um Karin einegute Startposition für ihren
Lauf zu verschaffen. Nach 21,14 Minuten hatte ich den knapp 10 Km langen
Kurs hinter mich gebracht und schickte Karin als dritte
Läuferin ins Rennen. Völlig ausgepumpt, mit stechender Lunge und stark
hustend brauchte ich einige
Zeit um wieder halbwegs auf einen normalen Level zu kommen. Der Puls war nach knapp zwei Minuten
wieder unter 100, aber die kalte Luft setzte sich tief in die Bronchien. Mit warmen Getränken
versuchte ich mich innerlich wieder aufzuwärmen. Aber viel Zeit blieb nicht, denn schließlich war es
wichtig zu sehen wie es Karin ging. Sie hatte bereits die Hälfte der 5 Km langen, ebenfalls sehr
hügeligen Laufstrecke zurückgelegt. Anfangs machte sie noch einen guten Eindruck und ich begleitete
sie am Rad um sie anzuspornen. Wir lagen immer noch auf Rang drei. Aber wie in Wels kam eine
sehr laufstarke Gegnerin sehr schnell näher. Karin konnte nicht mehr nachsetzten und musste den
dritten Rang etwa 500 m vor dem Ziel sausen lassen. Ebenfalls völlig ausgepumpt überquerte Karin nach 23,35 Minuten
die Ziellinie. Meine Bikezeit dazugerechnet, erreichten wir mit der Gesamtzeit von 44,49 Minuten
den 4. Rang in der Mixed-Wertung. Läppische 32 Sekunden trennten uns vom Stockerlplatz. Dennoch sind
wir mit unserer Leistung in allen drei Rennen mehr als zufrieden. Jeder hatte
alles gegeben und uns als echtes Team zusammengeschweisst. Zum „drüberstreuen“ ließ ich mich anschliessend
noch als Fahrer im Hauptbewerb für einen mir bis dahin unbekannten Läufer engagieren. Etwas angeschlagen vom ersten
Rennen, gurkte ich im großen Starterfeld ziemlich weit hinten herum. In den drei Runden
lieferte ich mir einen harten Kampf mit einem etwa gleich starken (oder schwachen – je nach dem)
Fahrer. Auf den Anstiegen konnte ich ihn leicht in Schach halten. Die Flach- und Bergabpassagen brauchte ich als ganz kurze Erholungsphasen. Da zog er wieder an mir vorbei. In der letzen Runde konnte ich am letzen Anstieg nicht mehr nachsetzen
und musste ihn ziehen Lassen. Mein Läufer konnte meine schlechte Leistung (nach einem
kurzen, harten Rennen zuvor) auch nicht mehr wettmachen und so landeten wir am letzen Rang in der
Altersklasse. Völlig egal, denn Spaß gemacht hat es trotzdem! Fazit: Harter, aber schöner Ausklang meiner Radrennsaison Karin hat
wieder ihre super Laufleistung gezeigt Kampfgeist
immer noch top – Form bereits ein Flop Im Bike & Run-Cup sind Karin und ich auch 2008 wieder
dabei |