Rennen

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Hausruck-Landl-Cup

Datum

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11. Jänner 2009

Ort

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Wurzeralm

Disziplin

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Riesentorlauf

Wetter

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Sonne pur, bis -9 Grad

Online

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12. Jänner 2009

 

 

Nach dem, wegen der etwas schwierigen Pistenverhältnisse, sehr gebremsten Gebietscuprennen am

6. Jänner auf der Höss, versuchte ich bei den ersten beiden Landlcuprennen richtig Gas zu geben.

 

Herrlichstes Skiwetter erwartete uns auf der Wurzeralm. Vom Training einige Tage zuvor, war ich bereits gut mit der Piste samt Steilhang vertraut. Die Kurssetzung am Renntag ließ mich auf ein gutes Rennen hoffen.

 

Wie immer besichtigte ich die Strecke mit zweimaligem durchrutschen und Einprägung der Schlüsselstellen. Danach folgte mein „Rennvorbereitungsritual“ in Form einer guten Tasse Kaffe und einem Käseweckerl. Das alles in aller Ruhe im zu dieser Zeit noch sehr ruhigen Berggasthof. Doch wer glaubt, daß man auf 1.300 m Höhe ein einfaches Käseweckerl bestellen kann der irrt. Serviert bekam ich ein „Käsebrötchen“. Statt einem Weckerl wurde eine Semmel als Käsezugabe aufgetischt. Zu verdanken hatte ich das der Bedienung aus dem hohen Norden Deutschlands, die mit der Bezeichnung „Käseweckerl“ nicht wirklich etwas anzufangen wusste. Aber sie hat ja noch den restlichen Winter Zeit die Gepflogenheiten der österreichischen Sprache zu lernen…

 

Trotzdem gut gestärkt und mit aller Ruhe dieser Welt begab ich mich an den Start zum ersten Rennen. Doch mit der Ruhe war es sehr schnell vorbei als ich merkte, daß meine Startnummer nicht in der Jacke war wo ich sie vermeintlich deponiert hatte. Hektik brach aus. Ohne Nummer kein Start. Shit! Ein Schikollege reichte mir dann eine Nummer die er nicht mehr brauchte. So konnte ich den Puls wieder niederfahren und mich wieder auf mein bevorstehendes Rennen konzentrieren. Die geborgte Nummer war eine Startnummer aus dem Kinderrennen, was mir die üblichen Scherze der restlichen Schikollegen einbrachte…na ja.

                             

Bis in die letzte kalte Zehenspitze motiviert startete ich dann ins Rennen. Gleich am ersten Tor versuchte ich eine aggressive Linie zu fahren. Dies gelang bis zur Einfahrt in den Steilhang sehr gut. Ab nun war eine noch bessere Linie ausschlaggebend für einen Erfolg. Nahezu problemlos und immer gut auf Zug meisterte ich den Steilhang. Auch auf den letzten Tore bis ins Ziel hatte ich ein gutes Gefühl. Die Rennzeit bestätigte das dann auch. Als Dritter der Altersklasse blickte ich noch motivierter und zuversichtlicher auf das zweite Rennen.

 

Die Wartezeit bis dorthin nutzte ich zu einem kleinen Mittagessen mit Regina und zwei Schiklubkollegen. Zuvor hatte ich im Ziel sogar wieder meine ursprüngliche Startnummer gefunden. Entgegen der Annahme, daß ich diese bereits vor dem ersten Rennen in die Jacke gesteckt hatte, lag sie noch in Mitten der anderen Startnummern. Wie sich später zeigen sollte, war dies bereits ein kleiner geistiger Vorbote auf das Geschehen im zweiten Rennen.

 

Die Streckenbesichtigung dauerte etwas länger als üblich. Eine sehr schwierige Passage im Steilhang mit fiesen Schlägen verlangte eine genaue Wahl der Linie um dort nicht abzufliegen. Auch kurz vor dem Ziel wartete noch ein kleineres Loch, das ich aber nicht mehr genauer inspizierte.

 

Den zweiten Lauf eröffnete ich wieder sehr aggressiv. Trotz der schlechteren Piste als im ersten Lauf hatte ich bis zur Steihangeinfahrt keinerlei Probleme. Voll konzentriert fuhr ich auf das Tor mit den Schlägen zu. Ich erwischte so ziemlich genau die vorher festgelegte Linie und kam locker um das Tor herum. Jetzt galt die Aufmerksamkeit dem kleinen Loch vor dem Ziel. Wieder erwischte ich exakt die perfekte Linie um keinen Schlag auf den Ski zu bekommen. Doch dann --- völliges Blackout!!! Anstatt die Skier umzulegen und das nächste Tor anzucarven liefen diese wie von Geisterhand gesteuert geradeaus. Ich hatte keinerlei Chance mehr irgendetwas zu retten und fuhr drei Tore vor dem Ziel, auf dem Weg zu einer Spitzenzeit, völlig Wutentbrannt und frustriert durchs Ziel. Noch viele Minuten später kam ich nicht auf den Grund, warum ich dieses nahezu perfekte Rennen so einfach weggeschmissen hatte…

 

Bis zu den nächsten Rennen rettet mich die Erkenntnis, bis zum Ausfall zwei sehr gute Rennen gefahren zu haben. Mit der starken Konkurrenz konnte ich mithalten. Also scheint von dieser Seite her gesehen vieles zu stimmen. 

 

Fazit: Traumwetter

         Sehr schnell gesteckter Kurs

         Perfekte Materialabstimmung

         Tolles erstes Rennen, Pech im zweiten Rennen